Die Allgemeinverfügung für die 2. Teilfreigabe des Geiseltalsees steht nun!

Ab 27.03.2014 greift die weitere Teilfreigabe am Geiseltalsee reell. Nun kann die südliche Seehälfte von Mücheln bis Frankleben weitestgehend genutzt werden. Dies nicht nur von Freizeitkapitänen, sondern erstmals auch von Anglern, Tauchern und Surfern. Der Saalekreis schaffte nun die Voraussetzungen dazu, indem er die dafür nötige Allgemeinverfügung in Kraft setzte. 

 

Foto: Frau Janke

Sie regelt, was erlaubt ist und was nicht. Zum Beispiel ist Kitesurfen weiterhin untersagt. Endlich kommt ein weiterer Strandbadbereich dazu, was auch dringend erforderlich ist, denn es konnte nicht mehr vermittelt werden, warum man auf das kühle Nass verzichten soll.

Der neue Badestrand ist eigentlich kein neuer, sondern wurde schon in den letzten Jahren intensiv von Gästen und der Bevölkerung wild genutzt – offene Anarchie im Geiseltal! So auch von den weiterhin verbotenen Kitesurfern, von denen bisher mehr auf dem Geiseltalsee anzutreffen waren als Segelboote! Mit den Kitesurfern kann man aber über Bootsliegeplätze usw. nicht verdienen. Ob man sich mit einem weiteren Verbot des Kitesurfens einen Gefallen tut, scheint fraglich – touristisch gesehen auf keinen Fall.

Bojenkette im Geiseltalsee - mehr als acht Kilometer lang

 Eine acht Kilometer lange Bojenkette grenzt den neu freigegebenen Bereich des Geiseltalsees ab. Der Saalekreis und die Stadt Braunsbedra haben rund 100 Bojen erworben, mit denen der neu freigegebene Bereich des Geiseltalsees in der Gemarkung von Braunsbedra von der Hafen - Baustelle, der Flutungsstelle bei Frankleben, dem gesamten nördlichen Seeteil und dem für den Naturschutz wertvollen Bereich im Norden und Südosten abgrenzt wird. Diese Wasserflächen dürfen nach wie vor nicht genutzt, betreten oder befahren werden. Insgesamt wurden die Bojen auf einer Länge von 8,3 Kilometer installiert.

Weitere Freigabe des Geiseltalsees seit 07. Februar 2014

Hafen von Braunsbedra und weitere Badestrände von Freigabe ausgeschlossen

Im August 2012 hatte das Landesamt für Geologie und Bergwesen (LAGB) den Südwestbereich des Geiseltalsees incl. der Marina Mücheln und dem Strandbad in Stöbnitz mit zusammen rund 270 Hektar freigegeben. Am Freitag, dem 07. Februar, sind nun, auf Antrag der Lausitzer und Mitteldeutschen Bergbau - Verwaltungsgesellschaft (LMBV), eine weitere Teilfläche freigegeben worden, lies das Wirtschaftsministerium verlauten, dem das LAGB unterstellt ist.

Im August 2012 wurden bereits 270 Hektar Wasser- und Uferfläche freigegeben (blaue Fläche). Zum 01. Februar 2014 folgten nun weitere 553 Hektar (grüne Fläche).  Sieht man sich die beiden Freigabeflächen genau an, erkennt man, dass der Hafen in Braunsbedra und die 3 weiteren Badestrände nicht in der Freigabe inbegriffen sind.

Die Wasser- und sehr eingeschränkte Uferfläche ist etwa so groß wie 800 Fußballfelder, liegt nördlich von Braunsbedra und westlich von Frankleben. Nach Information der Redaktion (siehe Karte) gehören der Hafen von Braunsbedra, die Badestrände Biendorf, Braunsbedra und Frankleben nicht zur freigegeben Fläche. Daher ist nicht von mehr Platz für Badegäste auszugehen. Nur für Segler und Surfer könnte sich die Situation wesentlich verbessern.

Die orangenen Streifen auf der Karte sind die geplanten vorgesehenen Strandbäder des Geiseltalsees. Vergleicht man diese, stellt man schnell fest, dass diese, außer dem Badestrand der Gemeinde Mücheln in Stöbnitz, auch bei der 2. Teilfreigabe nicht berücksichtigt wurden.

Damit kann der See in diesem Jahr voraussichtlich stärker touristisch genutzt werden als bisher. Die für die Nutzung nötigen Verordnungen seien zurzeit bei der Unteren Wasserbehörde des Saalekreises in Arbeit. Im Gegensatz zur Teilfreigabe 2012 fehlt dieses Mal die Freigabe größerer Uferflächen (siehe Karte).

Ob die Teilfreigabe dem Tourismus am Geiseltalsee zusätzlichen Schub geben wird, wie sich Sachsen - Anhalts Wirtschaftsminister Hartmut Möllring (CDU) zur Freigabe äußerte, ist daher mehr als fraglich. Da der zweite Hafen, an dem momentan eine Seebrücke für 3,6 Millionen Euro gebaut wird und die drei geplanten Strandbäder nicht mit freigegeben wurden, ist auch diese Aussage des Wirtschaftsministers mit Skepsis zu sehen.

Der Freigabebereich des Geiseltalsees - 1. Teilfreigabe 2012

Nach intensiven gemeinsamen Bemühungen auf allen Ebenen erging am 10. August 2012 durch das Landesamt für Geologie und Bergwesen Sachsen - Anhalt die bergrechtliche Zulassung, die eine eingeschränkte Folgenutzung des Geiseltalsees beinhaltet. Der Landkreis Saalekreis hat in unmittelbarem Anschluss daran die Allgemeinverfügung im Amtsblatt veröffentlicht. Darin ist die konkretisierte Nutzung des freigegebenen Teilbereiches geregelt.

Morgendämmerung über den freigegebenen Seebereich

Nun ist etwa ein Viertel der Seefläche zwischen Mücheln und der See - Halbinsel nutzbar. Als sicher stufen die Gutachter bisher nur ein rund fünf Quadratkilometer großes Gebiet im südwestlichen Teil des Sees ein. Auch dieses Areal bleibt unter Aufsicht des Bergamtes. Außerdem gehören monatliche Kontrollen der Böschung und vierteljährliche Messungen zum Überwachungsprogramm.

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Für den übrigen Seebereich werten die Gutachter weitere Daten aus. Erlaubt sind Baden und Bootsfahrten. Der einzige zugelassene Badestrand befindet sich im Müchelner Ortsteil Stöbnitz. Im Müchelner Hafen stehen ab 2014 rund 120 Boots - Liegeplätze zur Verfügung.

Redaktion: Harry Günther

Quellen: Geiseltal.info, Mittdeldeutscher Rundfunk

Foto: Kathleen Brehme

Die öffentlich nutzbare Wasserfläche des Geiseltalsees soll bei Braunsbedra 2014 erweitert werden

Die öffentlich nutzbare Wasserfläche des Geiseltalsees soll im Bereich Braunsbedra für die Saison 2014 erweitert werden. Die erforderlichen Rahmenbedingungen dazu werden in den kommenden Monaten geschaffen. Das ist das Ergebnis einer Beratung des Arbeitskreises Bergbau im Geiseltal, die im Juni 2013 stattgefunden hat.

In den vergangenen Monaten  sind hierzu bereits Erkundungsmaßnahmen durchgeführt worden. Die darauf aufbauenden Sanierungsmaßnahmen wird der verantwortliche Bergbausanierer, die Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft mbH (LMBV), voraussichtlich im vierten Quartal 2013 abschließen. Planmäßig umgesetzt wird auch das erweiterte Monitoringkonzept.

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Die bisherigen Beobachtungsergebnisse liegen im prognostizierten Bereich. Zur Erstellung des geotechnischen Abschlussgutachtens sind jedoch noch weitere Erkundungsmaßnahmen für den gesamten Bereich des Tagebaurestloches geplant bzw. befinden sich bereits in Umsetzung. Das Abschlussgutachten ist eine wesentliche Voraussetzung für die Beendigung der Bergaufsicht für den Geiseltalsee.

NEWS – NEWS - NEWS

Teilsperrung Geiseltalsee-

rundweg

Der Geiseltalseerundweg ist wieder einmal von Neumark bis Krumpa gesperrt. Umleitung für Radfahrer und Fußgänger durch das Industriegebiet Krumpa. Die Umleitung ist sehr mangelhaft ausgeschildert!

Angelberechtigungskarten für den Geiseltalsee

Für den Geiseltalsee sind Angelberechtigungskarten am Geiseltalsee-Camp in Stöbnitz und im GET Besucherzentrum in Braunsbedra erhältlich. Die Tageskarte kostet 20 €, eine Wochenkarte 40 €, und eine Monatskarte 80 €. Infos hier.

Fotos der Region gesucht!

Momentan benötigt das Projekt dringend Fotos zu vielen Themen, bzw. Berichten. Denn, wie man sieht, gibt es noch sehr viele Berichte, zu denen passende Fotos fehlen. Hier probieren wir, Wert auf gute Fotos zu legen, denn gute Fotos vermitteln ein positiveres Bild der Region. Kontakt: geiseltalinfo@ok.de

Hobby-Redakteure gesucht!

Das Tourismusmarketing-projekt geiseltalinfo.de sucht zur Umsetzung des Projektes Onlineredakteure(innen) mit und ohne Erfahrung. Kostenfreie Einarbeitungs- und Weiter- bildungskurse sind fest eingeplant. Mehr Infos hier.