Angeln am Raßnitzer See

Der etwa 310 Hektar große Raßnitzer See ist der östliche Teil des Braunkohlentagebaues Merseburg-Ost, der nebenan liegende Wallendorfer See der zweite Teil des Restloches. Geflutet wurde er über den Fluss „Weiße Elster.“ Dabei wurde der See auch mit Fischen gut besetzt. Zudem hatte sich in einigen Standgewässern im Tagebaurestloch schon ein beachtlicher Fischbestand entwickelt, der bei der Flutung im See verblieb.

Problematisch war allerdings der hohe Salzgehalt, da die Braunkohle in diesem Gebiet sehr salzhaltig ist, und ein sehr niedriger, sprich saurer pH-Wert, wie ihn viele Tagebaugewässer aufweisen. Inzwischen hat sich die Wassergüte aber wesentlich verbessert, und es bildeten sich ausgedehnte Krautfelder. Auf den Plateaus findet man Tausendblatt, ansonsten spricht die Armleuchteralge für die gute Wasserqualität.

Das Westufer des Raßnitzer Sees. - Fotos Torsten Hoffmann

Das Futterfischaufkommen wird durch Weißfische wie Plötze, Rotfeder und Brassen gestellt. Karpfen sind durch Schuppen- und Spiegelkarpfen vertreten, und vereinzelt werden schöne Schleien gefangen. Die zahlreichen Ansitzangelstellen am Ufer weisen auch auf die guten Aussichten am See hin.

Der gesamte Südteil gehört zu einem Naturschutzgebiet und darf nicht befahren werden. Dies hat den Vorteil, dass die Fische ein Rückzugsgebiet vorfinden und damit der Bestand gesichert wird. Der beangelbare Teil des Sees ist mit knapp 200 Hektar aber immer noch mehr als groß genug.

Die Fangaussichten sind als gut zu bewerten, dies besonders durch die Möglichkeit zum Bootsangeln einschließlich Schleppangeln auf Raubfische, aber auch zum Uferansitz, zum Beispiel auf Karpfen. Bootsangeln ist mit E-Motor und Echolot erlaubt. Es darf aber nur mit einer Rute pro Angler geschleppt werden. Parken nur auf ausgeschilderten Parkplätzen. Das Naturschutzgebiet Raßnitzer See darf nicht befahren und betreten werden. Für durch Schranken gesperrte Wege gibt es eine Sondergenehmigung. Die damit verbundenen Auflagen sind unbedingt einzuhalten. Wenn man einmal davon absieht, dass ein Kraftwerk am Horizont steht und ab und zu ein Flugzeug in der Nähe startet, Idylle pur. Wenig Spaziergänger und viel Wasser.

Zum Raubfischangeln ist Bootsangeln erste Wahl, ein Ansitz an der Nordkante ist allerdings bestimmt auch nicht zu verachten. Karpfenangeln mit Aaloption.

 

Mindestmaße/Schonzeiten: Aal 45/-, Hecht 50/15.02.-30.04., Karpfen 35/-, Schleie 25/-, Wels 70/15.02.-30.06., Zander 50/15.02.-31.05.

 

Lizenzen: Tageskarte 10 €, 2-Tageskarte mit Nachtangeln 15 €, Wochenkarte 30 €. Erhältlich bei Internationale Angelgeräte Tetzlaff, Zeppelinstraße 9, 06130 Halle/Saale, Tel. 0345/9773404 und Hansastraße 9a, 06118 Halle/Saale, Tel. 0345/5226753, www.internationale-angelgeraete.de

 

Informationen: Internationale Angelgeräte Tetzlaff (s. o.), Hallescher Anglerverein e. V. , Mansfelder Straße 33, 06108 Halle/Saale, Tel. 0345/ 20369523, www.hallescheranglerverein.de, Angelshop GUK, Hauptstr. 44, 06679 Hohenmölsen OT Werschen, Tel. 034443/629258, www.angelshopguk.de, Angelsachse, Merseburger Chaussee 5a, 04435 Schkeuditz/Ortsteil Dölzig, Tel. 034205/ 18502, www.angelsachse.de

 

Redaktion: Harry Günther

Quelle: Fisch und Fang, MZ

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